Dienstag, 25. August 2009
Das klingt doch sehr nach vertrautem Alltag: Ein Leben in den verschiedenen Rollen: Künstlerin (naja), Mutter, Brötchenverdienerin, Liebende, Partnerin, Managerin, Bordcomputer.
Kernspaltung. Sehr gute Beschreibung. Das will ich auch in Bildern sehen.
Ich kenne Illustrationen von ihr aus der Heimat Hamburg - und gehe hin.
Sonntag, 2. August 2009

Titelthema im neuen Spiegel 32/2009 - ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und erfreulicherweise gleich im Untertitel auftaucht: Gelassenheit in der Erziehung. Die Autorin Kerstin Kullmann, selbst Mutter eines kleinen Sohnes, beschreibt, wie wenig sich Eltern auf sich selbst, ihre Intuition oder schlicht den gesunden Menschenverstand verlassen sondern stattdessen mehr und mehr Ratgeber lesen oder ihr Kind in Schreiambulanzen, Ergo- und Verhaltenstherapien, Erziehungsberatungen schleppen und scheinbar entweder überfordert sind oder sich nichts mehr zutrauen an Erziehungskompetenz.
Weil Erziehung und damit die Experterallye ja schon in der Schwangerschaft beginnt, wurde auch eine Hebamme vom Spiegel gefragt. Und ich habe geantwortet. Natürlich sind die drei übrig gebliebenen Zeilen, aus mehreren längeren Gesprächen extrahiert, nicht unbedingt das, was ich zusammengedampft auf drei Sätze gerne gesagt hätte. Und zur "Gebärperformance" im Geburtsvorbereitungskurs würden mir auch ein paar ergänzende Worte einfallen (warum ich das mache und warum das wichtig ist. Ist in echt natürlich heavy, aber eben nur ein "Teil des Ganzen"). Aber mit dem Gesamtartikel bin ich sehr glücklich (was allerdings das Stethoskop auf dem Foto soll, weiß allein der Fotograf ... dazu habe ich mich unsinnigerweise überreden lassen).
Und schön, dass hier Größen wie Remo Largo zu Wort kommen und ein wohltuendes Gegengewicht zur "Jedes-Kind-kann-funktionieren-lernen"-Literatur bilden.
Wirklich lesenswert und überfällig!
(Spiegel-Titel: Chris Payne)
14.09.09: Jetzt kann man den Artikel auch
hier lesen
Sonntag, 5. Juli 2009
Die Reproduktionskrise. Heute, 23.45 Uhr, br
Eine spannende Theater-Doku-Produktion: Das dokumentarische Theaterstück „Torschusspanik“, lief im Thalia Theater in Hamburg und behandelt das Thema „Kinderwunsch“, jenseits von der Leyen. Der gesellschaftliche Diskurs unserer Generation, Kinder! Ja oder nein, jetzt, später, zu spät, nie, mit wem oder allein …
Mirjam Neidhart interviewte Menschen quer durch alle Schichten, für die das Thema „Thema“ ist und die Regisseurin Simone Blattner machte am Thalia ein Stück draus. Die beiden Autoren des heute gezeigten Fernsehfilms, Jörg Adolph und Gereon Wetzel schauen auf beides:
„Hier die realen Lebensgeschichten und Schicksale, dort der Versuch aus diesen Interviews einen Theatervorgang zu gestalten. Realität wird zum Theater und das Theater erzeugt seine eigene Realität. Der Film spielt sich im Dazwischen ab. Ein doppelt dokumentarischer Blick auf die Schwierigkeiten von Reproduktion – im Leben und auf der Bühne, so der Slogan der beiden Autoren im Exposé.“ (br-online.de)
Klingt spannend: gucken!