
Titelthema im neuen Spiegel 32/2009 - ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und erfreulicherweise gleich im Untertitel auftaucht: Gelassenheit in der Erziehung. Die Autorin Kerstin Kullmann, selbst Mutter eines kleinen Sohnes, beschreibt, wie wenig sich Eltern auf sich selbst, ihre Intuition oder schlicht den gesunden Menschenverstand verlassen sondern stattdessen mehr und mehr Ratgeber lesen oder ihr Kind in Schreiambulanzen, Ergo- und Verhaltenstherapien, Erziehungsberatungen schleppen und scheinbar entweder überfordert sind oder sich nichts mehr zutrauen an Erziehungskompetenz.
Weil Erziehung und damit die Experterallye ja schon in der Schwangerschaft beginnt, wurde auch eine Hebamme vom Spiegel gefragt. Und ich habe geantwortet. Natürlich sind die drei übrig gebliebenen Zeilen, aus mehreren längeren Gesprächen extrahiert, nicht unbedingt das, was ich zusammengedampft auf drei Sätze gerne gesagt hätte. Und zur "Gebärperformance" im Geburtsvorbereitungskurs würden mir auch ein paar ergänzende Worte einfallen (warum ich das mache und warum das wichtig ist. Ist in echt natürlich heavy, aber eben nur ein "Teil des Ganzen"). Aber mit dem Gesamtartikel bin ich sehr glücklich (was allerdings das Stethoskop auf dem Foto soll, weiß allein der Fotograf ... dazu habe ich mich unsinnigerweise überreden lassen).
Und schön, dass hier Größen wie Remo Largo zu Wort kommen und ein wohltuendes Gegengewicht zur "Jedes-Kind-kann-funktionieren-lernen"-Literatur bilden.
Wirklich lesenswert und überfällig!
(Spiegel-Titel: Chris Payne)
14.09.09: Jetzt kann man den Artikel auch hier lesen
von Kareen Dannhauer


