Beyond Pezziball

22. August 2016

Ein Pezziball. Unverzichtbar fürs Kinderkriegen, weil frau sich so gut kniend drauflehnen kann. Platz eins unter meinen persönlichen Top 3-„Wie komme ich irgendwie gut durch die Geburt“ lautet ja nicht umsonst: Raus aus dem Bett, Vierfüßler, hinknien, das ist anatomisch für uns Menschen einfach die beste Position, wie Dein Becken sich gut öffnen kann und Dein Baby ordentlich Schwerkraftunterstützung bekommt.

Oder man kann sich draufsetzen und sich dabei gleichzeitig bewegen, wippen, Becken kreisen. Nicht umsonst ist jeder Kreißsaal der Republik mit so einem Ball ausgestattet.

Mit ihm werden Wehen erstens halbwegs ertragbar und zweitens durch die verschiedensten aufgerichteten Haltungen möglichst effektiv.

Auch vorher, in der Schwangerschaft (sitzen/ Rückenschmerzen) und hinterher (Baby/ schuckeln) ist so ein Teil klasse. Problem für uns Interieur-Styler: Besonders toll sehen die definitiv nicht aus. Die Gummioberfläche mag im Kreißsaal praktisch sein (Stichwort: abwischbar), zuhause ist das haptisch auch eher so mittelschön.

Gestern lief mir dieser hier übern Weg. Kluwen heißt er. Ist der nicht toll? Ein Objekt, und gleichzeitig ein benutzbares Sitzmöbel. Wunderschön!

Kleiner Haken: der Preis – er kostet leider schlappe 1.200 Euro. Nehmen wir´s als Kunst am Bau … Sobald ich mir den leisten kann, kaufe ich einen für meine Praxis. Von raumgestalt.