Corona Test positiv – und nun?

17. November 2020

Hilft Vitamin D im Falle einer Coronainfektion – prophylaktisch oder im Falle einer Erkrankung? Wieviel davon soll man nehmen? Was ist mit Zink? Hat Jens Spahn das nicht auch alles genommen? Kann man das Virus einfach weggurgeln? Und auf welche Signale muss man achten, wenn der Corona-Test tatsächlich positiv ausfällt? Alles das in diesem langen Blogartikel – und ganz unten eine übersichtliche Liste einiger konkreter und mehr oder minder evidenzbasierter Dinge, die du jetzt tun kannst, um deinem Körper zu helfen, damit er gut durch diese Coronainfektion kommen kann. Mit Quellen und Stoff zum Weiterlesen natürlich, wie es sich gehört.

Die Einschläge kommen dichter: Im Freundeskreis häufen sich die Absagen kurzer Outdoor-Treffen „sorry, heute nicht, ich warte noch auf mein Abstrichergebnis“, die Parallelklasse des Kindes wird in Quarantäne verfrachtet und die Corona-App zeigt trotz praktiziertem „Social Distancing“ zuverlässig eine handvoll „niedrig-Risiko-Begegnungen“ an. Es rückt näher, uns wird vielleicht langsam bewusst, dass es vermutlich nur eine Frage der Zeit ist, wann „es“ in unserem direkten Umfeld, in der eigenen Familie erwischt: coronapositiv!

Aber nochmal 1 Schritt zurück: Prophylaxe

Mit Blick auf die unberechenbaren Krankheitsverläufe, die auch – wenngleich super-selten(!) – bei nicht-Risikopatient:innen vorkommen, haben mittlerweile wohl alle verstanden, dass es – mit reichlich Evidenz belegt – sinnvoll ist, die bewährten Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. In meinem Umfeld gibt es wirklich viele Ärzt:innen. Die Alltagserfahrungen, die wir „hinter den Kulissen“ des Gesundheitswesens und des klinischen Arbeitsalltags machen, macht da offenbar einen entscheidenden Unterschied aus: Keine:r von uns will Corona kriegen. Niemand hält es für eine harmlose Erkrankung. Viel zu wenig bekannt ist über die Spätfolgen, die mittlerweile unter dem Namen Long-Covid-Syndrom zusammengefasst werden. Für uns ist das keine Hysterie, sondern Alltag.

Die Vorsicht gilt im Hinblick auf die Jahreszeit vor allem bezüglich des Aerosolgeschehens: Innenräume, in denen geredet, gelacht und vertraute Zeit miteinander verbracht wird, sind ein Risiko. So traurig und nervig und lebenseinschränkend, wie es eben ist.

Das gilt eben leider auch für Restaurants und Cafés (sehr viel weniger vermutlich übrigens für Theater oder Kinos, dort wird eben nicht gesprochen) – so diese nicht zu den absoluten Ausnahmen gehören, die wirklich ihre Be- und Entlüftung mit HEPA-Filtern aufgerüstet haben.

Solange das Hygienekonzept aus dem bloßen Abstand der Tische und Händedesinfektionsmittel am Eingang mit gelegentlichem Lüften (aber nur so lange sich niemand über Zugluft beschwert) besteht, ist das Risiko beim derzeitigen Infektionsdruck (in Berlin derzeit mit einer Inzidenz um 200/ 100.000 Einwohner/ Tag) realistisch: höher als vermutlich manche:r denkt. Den Aerosolen ist all das nämlich herzlich egal, da sie sich gleichmäßig im gesamten Raum verteilen.

FFP-2-Masken?

Und weil der Aerosolaspekt bei der Übertragung eine wesentliche Rolle spielt, sind in Situationen, in denen kein Abstand eingehalten werden kann u/o Lüften kaum möglich ist (öffentliche Verkehrsmittel, evtl. auch Supermarkt und Co) ein Upgrade in Form von FFP2-Masken möglich. Diese schützen eben nicht nur das Gegenüber, sondern auch den Träger der Maske – es ist aber auch spürbar „unangenehmer“, mit ihnen unterwegs zu sein.

Das liegt allerdings im Wesentlichen am Atemwiderstand und nicht am abfallenden O2-Gehalt des Blutes oder einem ansteigenden CO2. Wenn du gerade schwanger bist und sowieso etwas kurzatmig, sind die Dinger sicher nichts für länger, aber: Dein Kind nimmt ganz sicher keinen Schaden davon, egal, wie nervig das für Dich ist!

Was Masken, egal welcher Art, in jedem Fall tun: Sie senken die Viruslast, die Du ggf. einatmest, solltest Du Dich infizieren. Vermutlich lässt eine geringe Menge an eingeatmeten Virus einen milden Verlauf im Falle einer Ansteckung sehr viel wahrscheinlicher werden.

Das Immunsystem

Um gleich weiter unten überhaupt zu verstehen, warum so etwas wie Vitamin D oder Zink protektiv und therapeutisch hilfreich sein kann, ein ganz paar rudimentäre Basics zum Thema „Immunsystem“. Dein Immunsystem ist ein „System“ und es setzt sich aus vielen unterschiedlichen Kompetenzen deines Körpers zusammen.

Sehr vereinfacht: Es gibt zunächst einmal die zelluläre Abwehr (das sind zum Beispiel die so genannten T-Zellen, von denen auch im Rahmen der Kreuzimmunität immer wieder die Rede ist) und die humorale Abwehr (das ist der Teil mit den Antikörpern). Ein massgeschneidertes, komplexes System, das fortwährend in Deinem Körper Großartiges leistet. Im Zuge der fieberhaften (lol) und engagierten Forschung der weltweiten Wissenschaftscommunity ist vieles Spezifische rund um das Coronavirus noch nicht besonders gut oder gar vollständig verstanden.

Warum erkranken einige wenige Menschen schwer, andere nur ganz leicht oder entwickeln sogar überhaupt keine Symptome? Neben genetischen Variablen, die mehr oder weniger fancy sind (es werden etwa die Zugehörigkeit zu bestimmten Blutgruppen und ethnische Komponenten diskutiert, es gibt einen Zusammenhang mit genetisch bedingten Autoantikörpern gegen Interferone und etliche Thesen mehr) ist unser Immunsystem durch individuelle Bedingungen ganz unterschiedlich aufgestellt. Dazu gehört unser Alter und unsere körperliche Verfassung im Allgemeinen genau so, wie etwa die Jahreszeit, Umweltfaktoren, aber natürlich reihenweise individuelle Dinge wie etwa epigenetische Faktoren und letztlich natürlich auch die Versorgung mit bestimmten, teilweise sehr spezifischen Nährstoffen.

Diese individuelle Konstellation macht entscheidende Unterschiede aus. Es ist – und das gilt grundsätzlich und kein kleines bisschen speziell für das Coronavirus – viel mehr das „Milieu“ für die Erkrankung und deren Verlauf entscheidend, nicht so sehr der Erreger, hier: das Coronavirus. Der historische Streit zwischen den Freunden Bernard und Pasteur, ob nun der Keim oder das Milieu die Krankheit ausmache, ist historisch überliefert.

Ob es nun stimmt, dass Pasteur seinem intellektuellen Widerpart und Freund auf dem Sterbebett Recht gab, bleibt im Reich der Mythen, mittlerweile dürfte klar sein, dass der Disput mindestens unentschieden ausgeht. Es kommt eben darauf an, auf welchen Boden das Virus fällt, und wie kompetent sich der Körper mit eben jenem Erreger erfolgreich auseinandersetzen kann.

Ruhe, Schlaf und Hühnersuppe

Weithin unterschätzte Faktoren, die die Resilienz deines Körpers beeinflussen und Dein Immunsystem stärken, sind die Dinge, die schon Oma wusste, und die erstmal sehr banal klingen: Ruhe, Schlaf, Bewegung, Licht und frische Luft – und zum Aufwärmen gern ne gute Hühnersuppe (nicht umsonst im amerikanischen Sprachraum auch „Jewish Penicillin“ genannt). Diese einafchen Dinge helfen Deinem Körper für ein intaktes Immunsystem, um sich nicht beim ersten Virus gleich umhusten zu lassen, und, im Erkrankungsfall, sich im Rahmen seiner gesunden Regulationskapazität mit dem Erreger auseinanderzusetzen und schnell wieder zu genesen.

Kaum etwas schwächt das Immunsystem so sehr wie Schlafmangel (Supplement-Junkies nutzen im Übrigen dazu Melatonin als Nahrungsergänzung, darauf gehe ich hier aber nicht näher ein).

Fieber senken?

Fieber ist einerseits ein Symptom einer Erkrankung (zum Beispiel eines Virusinfektes), andererseits auch eine sinnvolle Ressource deines Körpers, um das Immunsystem effektiv hochzufahren. Gleichzeitig lässt es uns Menschen „intuitiv“ richtig verhalten: Das Fieber mit seinen typischen Begleiterscheinungen (Mattigkeit, Gliederschmerzen) lässt uns nämlich genau das tun, was sinnvoll ist to fight the virus: Ab ins Bett, dösen, schlafen, schwitzen.

„Schnell ne Ibu einwerfen und weiter im Text“ – klar machen wir das alle mal. Gleichzeitig ahnen wir: Wirklich gut ist das nicht. Im Falle einer (evtl.) Infektion mit dem Corona-Virus ist das erstrecht keine besonders gute Idee.

Derzeit schleppt man sich eben nicht halbkrank zu Arbeit, weil, wer weiß … Vielleicht lässt uns diese Pandemie auch diesen Punkt lernen. „Einen Infekt auskurieren und eben nicht halbkrank arbeiten gehen“ – könnte im gelebten Kapitalismus eine wichtige Lektion sein.

Von anderen, besser beforschten Virusinfekten (etwa Influenza oder Masern) weiß man, dass Fieber positiv zu bewerten ist und Deinem Körper hilft: Es mildert den Krankheitsverlauf, verkürzt ihn und lässt ihn mit weniger Komplikationen einhergehen, zum Beispiel weil durch Fieber die Antikörperproduktion angekurbelt wird (ein Grund übrigens, frisch geimpften Kindern kein „Fieberzäpfchen“ zu geben, wenn sie als typische Impfreaktion etwas Fieber entwickeln)

Viele gängige NSAR (nicht-stereoidale Antirheumatika, etwa Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac) wirken vielschichtig. So senken sie gleichzeitig das Fieber und wirken gegen Schmerzen. Klingt im Infekt auf den ersten Blick ziemlich attraktiv.

Ibuprofen hat zu Beginn der Pandemie schon einmal von sich reden gemacht – man solle es lieber nicht nehmen, hieß es hier und da.

Ibuprofen hat nämlich neben seiner antipyretischen und antiphlogistischen Wirkungen auch Effekte als ACE2-Hemmer (die ACE2-Rezeptoren sind wichtige „Einfallstore“ des Virus in die Zelle). Verschiedene klinische Studien haben sich seither mit dem für und wider auseinandergesetzt und langer Rede, kurzer Sinn: Man weiß es immer noch nicht so genau, ob Ibu eine gute Idee ist oder eben genau nicht. Ich persönlich würde es eher: nicht nehmen.

Evidenz

Die meisten der folgenden Ideen, wie du eigeninitiativ Dein Immunsystem unterstützen kannst, sind weder neu, noch überraschen sie Menschen, die sich intensiver mit bestimmten biochemischen Gestzmäßigkeiten im menschlichen Körper im Allgemeinen oder der orthemolekularen Medizin im Speziellen auseinander gesetzt haben. Schon früh in der Pandemie wurden einige der unten beschriebenen Substanzen klinisch experimentell eingesetzt – wie auch anders, in einer vollkommen neuen Situation mit einem neuen Virus. McGyver wurde zum „geflügelten Helden“ für das, was an Improvisation notwendig war. Ärzte bastelten diverse Verbrauchsmaterialien aus Gaffer-Tape und Einwegplastikteilchen selbst, um sich zu helfen und gaben den Menschen, was eben verfügbar war und sinnvoll erschien.

In der Not und in Ermangelung spezifisch wirksamer Medikamente (die es für andere Viren teilweise gibt, etwa Aciclovir gegen Herpesviren, Tamiflu gegen verschiedene Influenza-Typen; mittlerweile haben in Sachen Corona auch die hoffnungsvollen Kandidaten wie Hydrochloroquin und Remdesivir enttäuscht) lag und liegt es nahe, zunächst nach Offlabel-Anwendungen zu schauen, also bereits bekannte Medikament „zweckentfremdet“ anzuwenden.

Diese sind immerhin (für andere Indikationen) am Menschen erprobte Substanzen, die damit kein zeitraubendes extra-Zulassungsverfahren erfordern. Auch Medikamente aus ganz anderen Indikationsgruppen kommen da infrage, oftmals sind dies anfangs Zufallsentdeckungen, das Antidepressivum aus der Gruppe der Serotoninwiederaufnahmehmmer Prozac ist ein Beispiel für einen solchen Zufallsfund.

Studien zur näheren Untersuchung der Wirkmechanismen brauchen Zeit, und eigentlich – state of the art – doppelt verblindete randomisierte Untersuchungen. Neben dem geforderten Improvisationstalent und Pragmatismus, den eine solche Situation fordert, stellen sich dabei auch ethische Fragen: Nimmt der behandelnde Arzt an, dass etwas einfaches und gleichzeitig vollkommen Nebenwirkungsfreies wie etwa Hochdosis-Vitamin D einem schwer Erkrankten hilft (und sich nach ersten Beobachtungen Hinweise verdichten), wäre es natürlich unethisch, anderen Patienten diese Behandlung vorzuenthalten – auch wenn es jede wissenschaftliche Minimalanforderung wäre, eine unbehandelte (Placebo-)Kontrollgruppe nebenher laufen zu lassen.

Mittlerweile gibt es auf diesem Gebiet durchaus mehr als nur eine gute handvoll Metananlysen und klinische Beobachtungsstudien, einige davon findest du unten bei den Quellen auf sehr unterschiedlichen Evidenzleveln) und täglich kommen neue dazu. Allein die Eingabe von „Vitamin D Covid“ bei Pubmed fördert zig aktuelle Arbeiten zutage.

Vitamin D

Vitamin D war ein sehr naheliegende Kandidat und er ist mittlerweile ein funkelnde Stern am Himmel der adjuvanten Therapie. Für Nährstoffkundige ist das überhaupt keine Überraschung. Die Schwere vieler respiratorische Virusinfektion (und etwa Influenza) korrelieren direkt mit dem Vitamin-D-Spiegel im Serum.

Als mein Vater im März mit Covid19 in die Klinik eingeliefert wurde, habe ich ihm vor dem Weg ins Krankenhaus, intuitiv und geistesgegenwärtig, einmalig 300.000 IE Vitamin D gegeben.

Kurisoserweise ist das in etwa genau die Initial-Dosis, die dann nur wenig später im mittlerweile berühmten Cordoba-Protokoll empfohlen wurde (eine relativ kleine, aber sehr spannende Arbeit, unten bei den Quellen).

Auffallend scheint nicht nur, dass Menschen mit schweren Covid19-Verläufen einen signifikant niedrigeren Vitamin-D-Spiegel aufweisen, sondern dass auch mit Hochdosen behandelte Patient*innen weniger oft eine intensivmedizinische Therapie oder gar eine invasive Beatmung benötigen. Zudem findet man eine weitere interessante Korrelation: Auch die Infektiosität sinkt offenbar mit höherem Serum-Spiegel, Menschen mit einer guten Vitamin-D-Versorgung stecken sich offenbar deutlich seltener überhaupt mit dem Coronavirus an.

Vor allem am Ende des Winters haben nahezu alle Menschen auf der Nordhalbkugel einen serologischen Vitamin-D-Mangel – es ist also zwischen Oktober und April (auch unabhängig vom Coronavirus) ausgesprochen sinnvoll, Vitamin D zu supplementieren. Wie und wieviel – eine einfache Formel steht unten in der Zusammenstellung.

Vitamin A

Viel weniger bekannt, aber mindestens genau so wichtig, ist ein weiteres fettlösliches Vitamin, das – wie Vitamin D, mit dem es synergiert – ebenfalls hormonartig wirkt: Vitamin A. Beide Vitamine wirken effektiv an epigenetischen Schaltern und haben vielfältige Wirkungen auf das Immunsystem. Speziell für die Schleimhaut-Immunität der Atemwege (aber auch des Darmes, Stichwort T-Zellen-Bildung in den Peyer´schen Plaques) ist Vitamin A zentral bedeutsam. Vitamin A spielt darüber hinaus auch eine wichtige Rolle bei der Regulation der T-Zellen. Es steigert die Immuntoleranz und reduziert die überschießende Entzündungsantwort der Immunsystems, ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei einem schweren Covid19-Verlauf.

In der Schwangerschaft wird oft vor Vitamin A gewarnt, dabei besteht in der Schwangerschaft – wie bei fast allen anderen Vitalstoffen auch – ein erhöhter Bedarf an Vitamin A, dieser wird (etwa in den DACH Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr) mit ca. 3.500 IE/ d angegeben. In hohen Dosen (ab etwa 10.000 IE dauerhaft!) kann es teratogen (embryotoxisch) wirken.

Allerdings wird die „Gefährlichkeit“ von Vitamin A vollkommen überschätzt (und damit die mindestens genau so schwerwiegenden Mangelsituationen). Diese landläufige Warnung hat zur Folge, dass Schwangere sich kaum noch trauen, gelegentlich in ein Leberwurstbrot zu beißen (gehört übrigens zu den eher häufigen Schwangerschaftsgelüsten, der Körper könnte ja schlau sein, aber das nur am Rande). So gehören Schwangere tendenziell zu den Vitamin-A-Mangelkandidaten. Leber ist bekanntermaßen eine herausragende Vitamin-A-Quelle (danach kommt erstmal lange nichts), aber eben auch Geschmackssache.

Die Aufnahme über Beta-Carotin, eine Vorstufe, kann tatsächlich nicht (wie oft behauptet) „einfach mal so“ zu Vitamin A umgebaut werden: Der genetischen Polymorphismus des Betakarotin spaltenden Enzyms (BCMO) ist ausgesprochen weit verbreitet, fast die Hälfte der weißen Europäer ist davon betroffen (Message an die Veganer und Vegetarier unter den Leser*innen). Übersetzt: Viele Menschen können Beta-Carotin sehr ungenügend zu Vitamin A umbauen.

Hier sei auch nochmal auf die besondere immunmodellierende Wirkung von Vitamin A und D hingewiesen: Mittlerweile hat sich das vielbeschriebene Zytokingeschehen, also eine überschießende Immunreaktion, als gefürchtete Komplikation der Covid19-Erkrankung ja herumgesprochen.

Es geht also – sehr vereinfacht – darum, dass das Immunsystem wach und aufmerksam reagieren sollte, um die Virusvermehrung zu bremsen (Phase I der Erkrankung), dann aber bestenfalls nicht hysterisch wird und überreagiert (Phase II der Erkrankung). Beide Vitamine greifen genau dort ein: Sie modulieren, sorgen also dafür, dass die Prozesse im Rahmen der Pathophysiologie so ablaufen, wie es sich für eine gut bekämpfte Virusinfektion im Körper gehört – das Immunsystem also keine zu schwache, aber eben auch keine überschießende Immunreaktion zeigt.

Zink & Vitamin C

Ein vielkombiniertes und weithin bekanntes Dreamteam in Sachen Abwehrsteigerung kennst Du sicher von jeder banalen Erkältung: Zink plus C.

Zink ist (so man das in der Komplexität essentieller Stoffe überhaupt so sagen kann) wohl das wichtigste Spurenelement für das Immunsystem im Allgemeinen und die Wehrhaftigkeit gegen Viren im Speziellen, und es dafür bei Erkältungs- und Influenzaviren gut beforscht. Zink steigert sowohl die zelluläre als auch humorale Immunabwehr und hat zudem eine direkte antivirale Wirkung an der Oberfläche von Viren. Es hemmt die Virusvermehrung und das Anheften des Virus an die Rezeptoren auf den Schleimhäuten, über die das Virus in die Zelle eindringt. Außerdem hat es eine wichtige Funktion im Vitamin-A-Stoffwechsel.

Vitamin C ist wohl das bekannteste Abwehr-Vitamin und hat eine herausragende Bedeutung für die adaptive und erworbene Immunität. Auf humoraler Ebene unterstützt Vitamin C die Antikörperproduktion, zudem wirkt es anti-entzündlich. Klinische Studien der ersten Coronawelle in Wuhan zeigten schon früh, dass eine Hochdosisbehandlung mit Vitamin-C-Infusionen die Beatmungsdauer bei schwer erkrankten Covid19-Patient*innen verkürzen kann sowie die Komplikationsraten und die Mortalität signifikant reduziert.

Für den Hausgebrauch sind lokale Mittel sinnvoll, damit Zink direkt an der Schleimhaut wirken kann: Lutschtabletten wie diese oder ein Granulat (like Brausepulver), etwa das hier sind dafür gut (und ganz lecker).

Omega 3

Auch die Wirkung von Omega 3 auf das Immunsystem ist vielfach belegt. Omega-3-Fettsäuren wirken antientzündlich und auf die Viskosität der roten Blutkörperchen und damit auf die Durchblutung und Sauerstoffversorgung feiner, zarter Gewebe mit ihren Kapillargefäßen. Zudem hat es einen mild gerinnungshemmenden Einfluss. Alles das sind bei der spezifischen Pathogenese der Covid19-Erkrankung interessante Effekte, und es gibt auch dazu mittlerweile Veröffentlichungen, die das nahe legen.

Gurgeln?

Auch das taucht immer mal wieder in den Populärmedien auf: Hilft Gurgeln mit antiviralen Substanzen gegen das Virus? Im Labor scheint das der Fall zu sein – aber das heißt natürlich nicht, dass man sich in vivo eine bereits stattgehabte Infektion „weggurgeln“ kann. Ist das Virus erst mal in die Rachenschleimhautzelle eingedrungen, vermehrt es es sich fleißig im Inneren der Zelle. Dort ist es einem Antiseptikum außen auf der Schleimhaut gar nicht mehr zugänglich und dürfte nicht wesentlich zur Reduzierung der eigenen Virusinvasion beitragen, möglicherweise aber zur Menge des ausgeschiedenen Virus. Für die Minderung einer Ansteckungsgefahr in Zahnarztpraxen spielt das durchaus eine Rolle und findet hier Anwendung. Wenn man etwa mit anderen Familienangehörigen zusammenlebt und diese vor einer Ansteckung in der heimischen Isolation etwas besser schützen möchte – könnte das eine ergänzende Idee sein. Amüsanterweise schnitten in einer Untersuchung mit verschiedenen Substanzen erfrischend banale herkömmliche Mundwasser (mit) am besten ab: Zum Beispiel das unspektakuläre Listerine Cool Mint.

Weitere Pharmanutricals wie Ingwer, Echinacin, Propolis und Co

Jede Familie hat so ihre eigene Hausapotheke und alles, was du darin findest, worauf du schon immer schwörst im Falle eines viralen Infektes (Erkältungen und grippale Infekte sind sämtlich virale Infekte – so grundsätzlich unterscheidet sich das Coronavirus davon nicht) – ist willkommen. Ingwer, Golden Milk, und andere unspezifische naturheilkundlich bekannte Pflanzen und Wirkstoffe, wie Echinacea oder Propolis, rein damit, was auch immer du da so magst und bevorzugst.

Blutgerinnung

Das thrombotische Geschehen spielt bei schweren Verlaufsformen der Covid19-Erkrankung eine ganz wesentliche Rolle. Kleine Mikrothromben überall im Körper können diverses Unheil anrichten – und seit man das weiß, wird Gerinnungshemmung spätestens ab der Aufnahme in ein Krankenhaus regelhaft standardisiert zur Vorbeugung thrombotischer Komplikationen eingesetzt, üblicherweise in Form von niedermolekularem Heparin („Anti-Thrombose-Spritzen“).

Auch ASS (Aspirin) in niedriger Dosierung ist seit Jahrzehnten als Gerinnungshemmer bekannt und wird bei bestimmten Risikofaktoren (etwa bei Menschen nach einem Herzinfarkt, vor allem dann, wenn zB. ein Stent notwenig war) dauerhaft eingesetzt.

Auch bei Frauen mit Kinderwunsch (vor allem nach Fehlgeburten) oder einer Schwangerschaft nach einer Präeklampsie nutzt man vielfach die mild gerinnungshemmenden Effekte mit der Idee, die Einnistung des Embryos und später die Plazentadurchblutung günstig zu unterstützen.

Es zeigt sich in der Studienlage, dass es wohl einen leichten positiven Effekt gibt und Patienten, die im Frühstadium einer Covid19-Erkrankung ASS genommen haben, weniger häufig einen schweren Verlauf erleiden. Weil das Nebenwirkungsprofil vollkommen überschaubar bis vernachlässigbar ist, dürfte das eine unspektakuläre und ggf. sinnvolle offlabel-Verwendung sein.

Kann man also ergänzen, wenn man tatsächlich krank wird – nur in Absprache mit deinem Arzt, natürlich 😉

Wann ärztliche Hilfe aufsuchen? Und wie?

// Wenn Du den Verdacht hast, krank zu sein , wende Dich unbedingt an Deinen Hausarzt (oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117) oder rufe im Akutfall die 112 an. Eine Corona-Infektion ist fast immer mild, sie kann aber in sehr seltenen Fällen ernsthaft verlaufen oder gar lebensbedrohlich sein.//

Fast immer mild heißt: Viele Menschen bleiben nach einer Infektion mit dem Coronavirus vollkommen asymptomatisch und merken außer dem sprichwörtlichen Halskratzen, vielleicht gepaart mit etwas Geschmacksverlust und leichtem Krankheitsgefühl, sehr wenig von ihrer Infektion. (Diesen Satz bitte dreimal hintereinander lesen!)

Sollte es darüber hinaus gehen, kläre unbedingt schon bei der Befundübermittlung durch deine Hausärztin ab, wie du für welches Szenario verfahren sollst, zu welchen Tages- und Nachtzeiten du sie möglicherweise erreichen kannst und wohin du dich außerhalb dieser Sprechzeiten wendest, wenn es dir schlechter geht. Achte auf die Signale deines Körpers und nimm sie ernst!

Und im Zweifel rufst Du die 112 an, Punkt.

Beurteilung eines Covid19-Verlaufs – wann wird es ernst?

So, und woher soll man wissen, ob der Verlauf eines milden Verlaufes sich dreht und man evtl. doch im Krankenhaus besser aufgehoben ist? Das wohl Tückische an einem schwereren Covid-Verlauf mit pulmonaler Beteiligung im Sinne einer typischen Lungenentzündung ist die so genannte Silent Asphyxia, eine stille, beschwerdearme, aber dennoch bedenkliche Sauerstoffunterversorgung.

Diese entsteht, weil die Lunge so beeinträchtigt ist und die Mini-Kapillaren so entzündliche Veränderungen aufweisen, dass nicht genug Sauerstoff in deinem Körper landet. Kliniker berichten seit Beginn der Covid-Pandemie, dass auffallen viele Patient*innen bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus erschreckend niedrige Werte der Sauerstoffsättigung zeigen, ohne dass es ihnen subjektiv besonders schlecht geht – zumindest nicht so schlecht, wie die O2-Werte dies erwarten ließen. Mit anderen Worten: Bei einer beginnenden Verschlechterung, die möglicherweise einer wirklichen Therapie bedarf, merkt man das nicht unbedingt sofort.

Weil ich das damals im März wusste, und weil meine Mutter mit ihrer Covid-Erkrankung nach der Einlieferung meines Vaters ins Krankenhaus allein zuhause war, zudem grundsätzlich eher Typ „Gelobt sei was hart macht“ ist und weil sie auch keine Handynummer einer Hausärztin besitzt oder irgendwelche anderen Einrichtungen im ambulanten Gesundheitswesen auf diese Pandemie-Situation eingerichtet sind, fand ich das Gefühl beruhigend, sie ein sehr spezifisches Vitalzeichen einfach messen lassen zu können – und nicht auf ein lapidares (Hausärztin): „Och, solange Lippen und Fingernägel nicht blau werden“ zurückgeworfen zu sein. Ich kaufte ein kleines Pulsoxymeter. Per Lichtschranken-Fingerclip wird damit innerhalb von Sekunden sehr zuverlässig die Sauerstoffsättigung im kapillaren System des Körpers gemessen.

Bei gesunden, pulmonal nicht beeinträchtigten Erwachsenen liegt dieser Wert etwa zwischen 97% und 100%. Irgendwo zwischen 92% und 93% wird es ungemütlich, die Organe (Nieren und Co) werden nicht mehr gut mit Sauerstoff versorgt, lange mögen die das nicht: Hier ist eine Sauerstoffversorgung per Highflow (zunächst meist per O2-Brille, das sind kleine Schläuche unter die Nase) und somit eine stationäre Klinikaufnahme notwendig! 112 anrufen!

Disclaimer// Bitte nicht falsch verstehen: Das hier ist so langsam die Grenze vom eigenverantwortlichem Herumdoktern, und der Aufbau einer kleinen heimischen ICU sicher sehr laienhaft. Bevor hier mitlesende Anästhesisten (zurecht) an die Decke gehen: Ich erwähne das hier aus dem ganz einfachen Grund, weil ich weiß, wie die Realität da draußen derzeit aussieht. Man kann eben nicht mal eben aus der Isolation heraus mit einem positiven Corona-Test in der Arztpraxis vorbeispazieren, um sich mal abhorchen zu lassen, und es schaut auch niemand nach einem! Und im Zweifel ist gerade Wochenende und bestimmt reicht es doch am Montag … nee, manchmal eben nicht! Bevor man also wartet, bis es einem richtig schlecht geht (oder für die Risikopatienten in der Familie als gute Vorsorge) ist das eine sehr einfache und auch ziemlich „idiotensichere“ kleine Maßnahme.

Ein kleines feines Pulsoxymeter zum Messen der Sauerstoffsättigung ist dieses hier.

Was würde ich tun?

Ich persönlich habe Respekt, aber letztlich keine besonders große Angst vor einer Corona-Infektion, früher oder später, let´s face it, bekommen wir das vermutlich eh alle (während ich das schreibe, poppen die ersten Erfolgsmeldungen der Impfstoffentwicklung auf, man wird sehen …). Ich würde grundsätzlich lieber gesund bleiben, so scharf bin ich nun nicht darauf, vielleicht zu den seltenen schweren Verläufen zu gehören und auf der Intensivstation zu landen, gabs mittlerweile alles schon in meinem mittelalten Umfeld. Und Long-Covid scheint eben ein Thema zu sein, auch da habe ich wenig Lust drauf. Last but not least sind die hier beschriebenen Dinge alles mir lange bekannte Maßnahmen – die allesamt vollkommen frei von Nebenwirkungen sind. Ich wäre blöd, es nicht zu tun. Mit allen denkbaren Disclaimern, I would:

Prophylaxe:

  • Nochmal: Ich habe keine Angst. Überhaupt nicht, und ich möchte das gleich vorweg sagen, da dies in den Maßnahmen konsequenten Menschen oft unterstellt wird: Das sei alles ein angstgetriebenes (und angsttreibendes) Verhalten. Meins ist es nicht. Mein Motiv ist Respekt vor einem Virus, Demut vor meinem Körper und ansonsten eine gewisse soziale und ethische Verantwortung für mich und meine Mitmenschen und die mich überzeugenden wissenschaftlichen Daten. Klingt vielleicht pathetisch oder gutmenschig, ist aber so.
  • Ich schütze mich gemäß der AHA-L-Regeln. Ich persönlich lebe derzeit einigermaßen sozial distanziert, fahre kein ÖPNV und treffe mich mit wenigen Menschen und nur draußen. Bei Indoor-Gesprächen, bei Hausbesuchen, in der Praxis oder etwa im ICE trage ich konsequent eine FFP2-Maske. Ich lebe im Hotspot Berlin Mitte und über das Basisrisiko entlang der Infektionsdichte berichten mir täglich die Zahlen und die Kontakte der Corona-Warn-App … das reicht mir, um vorsichtig zu sein.
  • Ich schlafe genug und gehe viele Wege zu Fuß („Bewegung an der frischen Luft“). Sport mache ich viel zu wenig, derzeit, leider, sollte man natürlich (moderat). Ich esse unter empirischen Maßstäben ziemlich gesund, wenig verarbeitetes, fast ausschließlich bio, wenig gutes Fleisch, viel Gemüse. Dein tägliches Essen ist deine Medizin.
  • Ich supplementiere zusätzlich ein paar Immunbooster:
  • Ein vollständiges (!), hochwertiges Multivitaminpräparat, ich nehme natürlich das hier: Mama Multi: 2 Kps./ Tag. Hierin ist eine Basisversorgung an Vitamin D, Zink, Selen und Vitamin A (in geringer, rechtskonform-schwangerschaftskompatibler Dosierung) enthalten.
  • Zusätzlich, nach Lust und Laune 1 – 2 (oder auch mal gar keine) C plus Zink als Lutschtabletten oder Brausepulver.
  • Vitamin D: Als Richtgröße gelten etwa 40 – 60 IE/ kg Körpergewicht/ Tag. Also insgesamt so zwischen 3.000 – 4.000 IE, gut dosierbar über Tropfen mit dem Co-Faktor Vitamin K, etwa diese hier.
  • Vitamin A: Ich persönliche esse die köstliche, selbstgemachte Leberpastete nach dem Rezept meiner ostpreußischen Oma, immer mal. Für Vegetarier*innen unpraktisch, man kann Vitamin A natürlich auch supplementieren. Schwangere sollten hier aufpassen, Eine Obergrenze für eine sichere Dosis liegt bei etwa 10.000 IE/ d, der Tagesbedarf bei etwa 3.500 IE/ d, diese Tropfen enthalten 400 IE/ Trpf.
  • Omega 3: 2 – 4 Kapseln, zB hiervon
  • Ein paar Paranüsse knabbern (3-4/ d) reicht mir vollkommen für meine tägliche Selenversorgung.

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Im Falle einer Infektion würde ich:

  • Schlafen, ruhen, viel trinken (Faustregel: pro Grad erhöhte Körpertemperatur – 1 Liter zusätzlich). Alles absagen, Telefon ausstellen, mir googeln verbieten, Sofa, Wolldecke, Buch, Bett.
  • Bei ersten Erkältungssymptomen (nicht mehr im fortgeschrittenen Stadium und auch nicht mit Fieber!): ein ansteigendes Bad nehmen. Bei gemütlicher Temperatur in die Badewanne, heißes Wasser zulaufen lassen (bis „richtig heiß“). Danach ins Bett und nachruhen, im besten Fall einschlafen. In der Schwangerschaft: nicht machen.
  • Hühnersuppe schlürfen, ansonsten Essen nur nach Appetit (viele Covid-Patienten berichten von ausgeprägter Appetitlosigkeit, das ist ok!).
  • Gurgeln mit Listerine – vielleicht, lieber aber mit Echinacin (eins der Dinge aus meiner persönlichen Hausapotheke, auf die ich schwöre), vielleicht auch Propolis lutschen.
  • Supplemente wie oben – mit einem Upgrade in höherer Dosierung:
  • Vitamin D-Shot: 1x tgl. 20.000 IE für die Dauer des Infektes – in dieser höheren Dosierung ohne die Kombination mit Vitamin K (sonst nimmst du insgesamt viel zu viel Vit K zu dir), zum Beispiel das hier
  • Vitamin A: 3.500 – 5.000 IE/ d wie oben beschrieben
  • Vitamin C: eher gramm- als milligrammweise, in jeder Form von Zitronen- oder Orangensaft, Kiwi, Paprika, Brokkoli bis Ascorbinsäure (1/4 TL/ d), gern auch über die
  • C plus Zink Lutschtabletten oder Brausepulver (s. o.): davon nähme ich im Infektionsfall 6 – 8 Stück am Tag, um auf ausreichend Zinkzufuhr zu kommen (insgesamt ca 50 mg/ d bis zum Bessern der Symptome).
  • mehr Omega 3, etwa 6 Kps./ d
  • ASS 100 – 100 mg/ d – vielleicht etwas übervorsichtig, aber es spricht auch sehr wenig dagegen.
  • Bei Beschwerden: Sauerstoffsättigung messen hiermit

Wer skeptisch ist – oder besonders interessiert: Hab ich mir alles nicht ausgedacht, kann man zum Beispiel (kleine random Auswahl) hier alles nachlesen:

Scientific Brief: SARS-CoV-2 and Potential Airborne Transmission,   Centers for Disease Control and Prevention, Updated Oct. 5, 2020

Facial Masking for Covid-19 – Potential for “Variolation” as We Await a Vaccine; Monica Gandhi, M.D., M.P.H., George W. Rutherford, M.D., October 29, 2020 N Engl J Med 2020; 383:e101; DOI: 10.1056/NEJMp2026913

Prothrombotic autoantibodies in serum from patients hospitalized with COVID-19; Yu Zuo et al.; Science Translational Medicine  02 Nov 2020; DOI: 10.1126/scitranslmed.abd3876

Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study; Marta Entrenas Castillo et al.  J Steroid Biochem Mol Biol 2020 Oct;203:105751.doi: 10.1016/j.jsbmb.2020.105751

25-Hydroxyvitamin D Concentrations Are Lower in Patients with Positive PCR for SARS-CoV-2; Antonio D’Avolio et al.; Nutrients 2020 May 9;12(5):1359. doi: 10.3390/nu12051359.

Selenium Deficiency Is Associated with Mortality Risk from COVID-19; Arash Moghaddam et al., Nutrients. 2020 Jul; 12(7): 2098; doi: 10.3390/nu12072098

Prediction of survival odds in COVID-19 by zinc, age and selenoprotein P as composite biomarker; Raban Arved Heller 1 Redox Biol 2020 Oct 20;38:101764. doi: 10.1016/j.redox.2020.101764

Early Nutritional Interventions with Zinc, Selenium and Vitamin D for Raising Anti-Viral Resistance Against Progressive COVID-19; Jan Alexander 1et al.;  Nutrients 2020 Aug 7;12(8):2358. doi: 10.3390/nu12082358.

Vitamin C may reduce the duration of mechanical ventilation in critically ill patients: a meta-regression analysis; Harri Hemilä, Elizabeth Chalker;  Intensive Care. 2020 Feb;8:15.  doi: 10.1186/s40560-020-0432-y. 

May omega-3 fatty acid dietary supplementation help reduce severe complications in Covid-19 patients? Pierre Weill et al.; Biochimie 2020 Sep 10;S0300-9084(20)30209-1. doi: 10.1016/j.biochi.2020.09.003.

Immunrelevante Mikronährstoffe bei viralen Atemwegsinfektionen; Uwe Gröber, Peter Holzhauer, Klaus Kisters; Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2020; 52: 51–56 DOI https://doi.org/10.1055/a-1162-2469

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Aspirin Use is Associated with Decreased Mechanical Ventilation, ICU Admission, and In-Hospital Mortality in Hospitalized Patients with COVID-19

The serotonin reuptake inhibitor Fluoxetine inhibits SARS-CoV-2; Melissa Zimniak,et al.; bioRxiv preprint oct. 2020 doi: https://doi.org/10.1101/2020.06.14.150490